Christi Himmelfahrt

Pfarrei

Liebe Gemeinde!

Vierzig Tage liegt Ostern zurück: Zeit für eine Bilanz – oder vielleicht eher für einen Ausblick? „Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ (Apg 1,11)

Die Frage, die die Apostel nach der Himmelfahrt Jesu hören, entspricht der
Dynamik, die die neutestamentlichen Osterzeugnisse immer wieder prägt: nicht
stehenbleiben, sondern neue Bewegung wagen. Es geht offenkundig darum, die himmlische Perspektive der Osterbotschaft zusammenzubringen mit der Ausrichtung auf die Welt, in der wir leben. Dabei wird die nach-österliche Bewegung in die Welt hinein von einem entscheidenden Weghorizont geprägt, dem Horizont der Hoffnung: Das letzte Wort gehört nicht dem Tod, sondern der Liebe.

Wie gelingt es, die Hoffnung im Alltag nicht zu vergessen? Dafür steht noch etwas aus – damals für die Apostel wie heute für uns: Wir brauchen die Gabe, die in mir und zwischen uns das Verstehen der Hoffnung zur Sprache kommen lässt. Diese Gabe brauchen wir immer wieder neu, und ich kann mich inmitten von Unverständnis und Sprachlosigkeit, unter denen wir oft leiden, nur für diese Gabe zu öffnen versuchen: Pfingsten ist die nächste und entscheidende Station auf dem Weg, jene österliche Hoffnung zu verstehen zu der wir berufen sind.
Ihr Pastor Mirco Quint

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Eine der ältesten Darstellungen der Himmelfahrt als Elfenbeinrelief, Mailand oder Rom um 400 (sogenannte „Reidersche Tafel“, Bayerisches Nationalmuseum, München)